2010-12-29 20:49:14

Asbesthalde und keine Ende

Das Thema Asbesthalde beschäftigt Behörden und Bevölkerung nun schon seit einigen Jahren. Hierbei prallen  die widersprüchlichsten Meinungen, Vorstellungen und Ängste  aufeinander.
Wobei keiner mehr so genau weis, wer den Stein ins Rollen gebracht hat. Die, mit einem wunderschönen biologischen Schutzmantel versehene, Lagerstätte von Produktionsrückständen aus der Fertigung von Asbestfaserzementplatten hat über Jahrzehnte niemanden gestört. Auch sporadische Anfragen, die Fläche industriell zu nutzen, gingen ins Leere. Doch dann hat irgendjemand EU-Mittel ausfindig gemacht,  die die Renaturierung von Altdeponien finanziell fördert, wenn dadurch wertvolles Acker- oder Weideland nicht in Gewerbefläche umgewandelt werden muss.

Der Rest ist bekannt. Der „Apparatschnik“ war in Gang gesetzt und nicht mehr aufzuhalten.

Auch in den Reihen der Luther SPD wurde heftig diskutiert, Informationen wurden eingeholt, alle Varianten durchgespielt. Doch wie beim Skat hilft auch hier kein Nachkarteln. Der alte Zustand darf nicht bleiben, also Einhausen oder Abtransport, und hier ist die Luther SPD sich einig, dann soll die Halde weg und zwar komplett und endgültig ohne Folgekosten und vielleicht später erneut aufkommende Wünsche oder Forderungen nach Verlagerung.

Was mich an der ganzen Angelegenheit massiv stört, ist dieses Geschäft mit der Angst und den Sorgen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Deponie.

Erst hat die Region uns in Bürgerveranstaltungen erklärt, wie fürchterlich gefährlich und giftig dieser Asbestmüll sei. Zudem käme die Arsenverseuchung des Grundwassers erschwerend hinzu. Es gäbe nur einen Weg, zum Schutz der Bürger muss die Halde weg.

Als alles klar schien, die zur Schließung anstehende Deponie in Lahe als Endlagerort ausgemacht war, war dieser Asbestmüll plötzlich gar nicht mehr so gefährlich. Nein der sollte jetzt sogar auf offenen Kipplastern ohne Big Packs abtransportiert werden.

Das wurde, wie wir wissen, gerichtlich anders entschieden.

An dem Plan, die Asbesthalde zu entfernen, ändert das jedoch nichts, wenn Lahe nicht möglich ist, wird die Verlagerung eben europaweit ausgeschrieben. Kosten ca. 9,8 Millionen€. Gut das die Stadt Wunstorf, vertraglich festgelegt, nur 150.000 € dazuzahlen muss.

Jetzt kommen die Angstmacher von der anderen Seite hervor, erklären uns, wie ungefährlich die Asbestabfälle bisher unter dem bewachsenen Erdhügel gelegen haben. Diese dünne Schicht aus feuchtem Erdreich sei früher und in Zukunft völlig ausreichen und für die Anwohner völlig ungefährlich.

Aber wehe man fasst die Halde an, legt den staubenden Asbestmüll frei, dann sind unsere Kinder noch im Umkreis von 1000 Metern fürchterlichen Gefahren ausgesetzt.

Diese Panikmache ist Leuteverdummung. Es gibt Gesetze  und Vorschriften, wie asbestbelasteter Abfall zu entsorgen ist. Ich gehe fest davon aus, dass der Asbestmüll natürlich feucht und unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften abgetragen und transportiert wird. Dies werden wir beobachten und überwachen, zum Schutz aller Anwohner, mit Augenmass und ohne Panikmache.

 

 

 

                                                     Asbesthalde zum „X’sten“

 

Dieses Thema wird die Luther Bevölkerung noch einige Monate beschäftigen.

Ein paar Worte zur Historie; bereits 1979 wurden Immissionsmessungen seitens

des Gewerbeamtes Hannover, sowie des Instituts für Arbeitsmedizin (Nds.

Landesverwaltungsamt) durchgeführt.

Die Messungen haben ergeben, dass südöstlich des Schulsportgeländes bzw.

nördlich des Gebietes „Bünte“ erheblich niedrigere Asbestimmissionen

vorliegen, als in Großstädten, oder an Verkehrsstraßen. (Quelle Bebauungsplan

Messenkamp Luthe)

In den folgenden 31 Jahren hat sich nichts am Zustand geändert; nur um einer

Spedition einen Gefallen zu tun, und um EU-Steuergelder zu kassieren, soll die

Halde abgetragen werden!

Die Kosten belaufen sich auf ca. 10,- Mill. Euro. Bei der im Vorfeld genannten Summe

von 8,2,- Mill. Euro wurde die erforderliche MwSt. nicht erwähnt!

Eine Anpflanzung mit niedrigem Buschwerk und vorheriger Aufschüttung würde

nicht ein mal ein Zehntel der Kosten verursachen.

Eine durch den Abtrag entstehende Gefährdung, wäre durch eine Begrünung (Ist Zustand)

ausgeschlossen!

Wenn eine „Privatperson“ versucht die Luther Bevölkerung in Hinsicht der Sanierung der Halde aufzuklären, ist in den Medien die Sprache von Panikmache, grotesk!

 

Wie sollte man Aufklärung betreiben, wenn auf ein Planfeststellungsverfahren

(Bürgerbeteiligung) verzichtet wird. Die Begründung lautete, dass die Beendigung des Deponiebetriebes und die Stilllegung einer Deponie „kein wesentliche Änderung einer Deponie darstelle!“ Ohne Kommentar!!

Wenn die Halde nun schon abgetragen werden sollte, möge man doch den höchsten

Sicherheitsstandard zu Grunde legen.

Laut Sanierungskonzept soll auf eine Einhausung und ein Tragen von Atemschutzmasken   für die Bauarbeiter im Verlaufe des Abtrags verzichtet werden.

 

In dem Sanierungsplan der Firma Burmeier ist die Sprache von Öffentlichkeitsarbeit.

Ich habe noch nichts davon vernommen und die Ablagerung soll schon Ende Februar beginnen.

Ich wünsche frostige Zeiten!

 

V. Knapp   Luthe

Autor: Rolf Hoch

2010-10-18 11:47:40

Luther Enten gehen in Winterurlaub

Am  Samstag den 23. Oktober 2010 ab 15.00 Uhr wird zumindest in Luthe offiziell der Winter ausgerufen.  Das Entenhaus auf der Luther Tongrube an der  Parkstraße wird  ins Winterquartier gebracht und überholt.

Hierfür sorgen die Mitglieder der Luther SPD, die sich engagiert für diese  liebgewonnene Familienveranstaltung einsetzen.

Zur Stärkung gehören rund um diese Veranstaltung heiße Würstchen im Brötchen  ebenso dazu,  wie ein heißer Kaffee oder auch eine Brause und ein kühles Bier.

Die Luther SPD lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, wenn  ab 15.00 Uhr wieder ein Luther Hobbytaucher in die nassen Fluten springt, um das Entenhaus sicher an Land zu bringen.

 

Autor: Uwe-Karsten Bartling

2010-10-14 09:49:16

Krippenplätze für Luthe

Luther SPD mahnt zur Eile

Der Luther Dialog der SPD ist eine feste Größe im Ort. In loser Reihenfolge werden immer wieder Themen aufgegriffen die den Bürgern unter den Nägeln brennen.

So war auch der Luther Dialog zum Thema Krippenplätze für Luthe gut besucht.  Die Kombination aus Begehung des DRK-Kindergartens und anschließender Information und Diskussion mit Kirsten Riedel und den Luther Ortsratmitgliedern der Luther SPD kam an.

Beginnend mit dem 01.August 2013 hat jedes Kind ab Vollendung des 1. Lebensjahres einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Statistisch gesehen ergibt sich für Luthe ein Bedarf von 35 Krippenplätzen.

Heute kann noch kein einziger Platz in Luthe angeboten werden.  Auf diesen Fehlbedarf hatten bereits Luther Ortratsmitglieder hingewiesen und unter der Federführung von Andreas Lange (CDU) und Uwe-Karsten Bartling (SPD) einen entsprechenden Antrag formuliert.

Der Luther Ortsrat favorisiert in der ersten Ausbaustufe die Schaffung von Krippenplätzen im DRK-Kindergarten, zumal dort noch dringender Sanierungsbedarf  im Eingangsbereich besteht. Die anstehenden baulichen Maßnahmen könnten dann kostengünstiger in einer Stufe erfolgen, 15 Krippenplätze geschaffen werden.

Die zweite Ausbaustufe sieht weitere 15 – 20 Krippenplätze im Arche Noah Kindergarten vor,  sodass bei zügiger Umsetzung frühestens Ende 2013 insgesamt rund 30 Plätze in Luthe entstehen könnten.

Da im gesamten Stadtgebiet ab 2013 240 Krippenplätze vorzuhalten sind und auch in anderen Ortsteilen kräftig investiert werden muss (vor allem in Steinhude, Kolenfeld, Bokeloh)  ist der Zeitplan als sehr kritisch anzusehen. Hinzu kommt noch, dass das Land Niedersachsen die für die Investitionen zugesagten Mittel nicht nur annähernd leistet und die Kommune  weitestgehend allein steht.

Die Suche nach Alternativen muss daher forciert werden. Dabei darf auch die Frage nach Tagesmüttern sowie Anmietung von freistehenden Häusern/Räumen  zur Deckung des Bedarfs nicht vernachlässigt werden.

Autor: Uwe-Karsten Bartling

2010-09-24 20:19:36

Luther Dialog - Krippenplätze für Luthe

Luther SPD informiert Bürger am 07.Okt.2010

Die jüngsten Aussagen des Wunstorfer Bürgermeisters Rolf-Axel Eberhardt anlässlich der Vorlage des Haushaltsplans für 2011 müssen aufrütteln.  Danach werden die von der Landesregierung für die Schaffung von Krippenplätzen zugesagten Investitionsmittel nicht wie vereinbart fließen. Einmal mehr werden die Kommunen im Regen stehen gelassen

Die Kommunen sind verpflichtet  bis zum 01.08.2013 Krippenplätze in ausreichendem Maße bereitzustellen. Statistisch gesehen ergibt sich allein in Luthe ein Bedarf von rund 35 Plätzen, in der Stadt Wunstorf insgesamt ein Bedarf von 200 Plätzen.

Im Luther Ortsrat wurde die Krippenplatzsituation bereits mehrfach von SPD und CDU diskutiert und letztendlich in einem entsprechenden Antrag im August 2010 manifestiert.

Die Luther SPD geht nun noch einen Schritt weiter und informiert die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge.

Alle interessierten Bürger(innen) können sich über die Krippenplatzsituation auf dem Luther Dialog ihr Bild machen.

Am Donnerstag, 07.Oktober.2010 beginnt im Bistro des NaturErlebnisBades um 19.30 Uhr die Informationsveranstaltung. Vorab, ab 19.00 Uhr,  gibt es die Möglichkeit den DRK-Kindergarten zu besichtigen. 
Im DRK-Kindergarten an der Böhmerke sollen in Luthe die ersten Krippenplätze entstehen.Am Luther Dialog werden neben Kirsten Riedel, Fraktionsvorsitzende der Stadt-SPD und den Kindergartenleiterinnen auch die Ortratsmitglieder sowie der Vorstand der Luther SPD teilnehmen.

 

 

Autor: Uwe Karsten Bartling

2010-09-05 01:17:03

Verkehrssituation in Luthe

Die Fortsetzung

Nofallplanung bei Unfällen auf der B441

Als Harald Fischer am 03.06.10 auf der OR-Sitzung des Luther Ortsrates  seinen Antrag zur Verkehrsführung in Notfallsituationen einbrachte wurde er von der Wunstorfer Verwaltung noch milde belächelt.

Die Verwaltung beschied seinem Vorstoß eine Absage. Herhalten mußten wieder einmal statistische Werte. Es heißt in den letzten 29 Jahren sei es zu keiner vergleichbaren Verkehrsbelastung in Luthe gekommen und wenn dann sind derartige "Spot-Ereignisse" für die dort betroffene Bevölkerung hinzunehmen. Es gäbe eben keine Alternativen !

Wie schnell sich so etwas ändern kann, zeigen uns nun zwei schwere LKW-Unfälle innerhalb von 3 Monaten auf der B441. Wieder einmal quälte sich der LKW- und PKW-Verkehr in nicht endendem Maße durch den viel zu engen Ortskern. An geregelte Einkäufe für die vor allem auch älteren Mitbürger und Schulwegsicherung für die Luther Kinder war nicht zu denken. Gereizte Stimmung unter den Verkehrsteilnehmern führten im Ort zu unerträglichen Spannungen. Gehupt, gedrängelt und mitunter undiszipliniertes Fahren führten immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Meine Beobachtungen:

Gut 30 % des durch den Luther Ortskern fließenden Verkehrs waren LKW´s mit Fahrtrichtung Gewerbegebiet Süd. An der Luther Kreuzung bogen schätzungsweise 90 % aller Fahrzeuge Richtung Adolf-Oesterheld-Straße ab.

Mein Gegenvorschlag an die Wunstorfer Verwaltung (als Vorschlag wider statistischer Werte und Ableitungen zu verstehen):

In Nofallsituationen auf der B441 mit zu erwartenden stundenlangen Staus/Umleitungen Sperrung der Abfahrt Luthe der BAB 2 und  automatische Weiterleitung des Verkehrs zur Anschlußstelle Kolenfeld. Vorteil: Der LKW-Verkehr kann schnell und unkompliziert das Gewerbegebiet Süd erreichen. Vielen PKW-Fahrern mit Zielrichtung Wunstorf Stadt und Schaumburg kann der quälende Stau in Luthe erspart werden. Ein kleiner Umweg - so einfach wie sinnvoll !!!

Aufhebung der Ampelschaltung an der Luther Kreuzung und individuelle Regelung des Verkehrs durch die Polizei.

Ich bin gespannt, ob nun die verantwortlichen Verwalter unserer Stadt noch einmal in sich gehen, um diese Vorschläge konstruktiv zu behandeln.

Es ist doch eigentlich alles ganz einfach und unkompliziert  - oder ?

Aber man muß schon mal behördenübergreifend miteinander verhandeln, um ein tragfähiges (Notfall)Konzept zum Wohle aller Luther Bürger zu verabschieden !

 


In der Ortsratsitzung am 03.06.2010 stellte Ortsratsherr Harald Fischer folgende Anfrage:

 


Stellungnahmen der Verwaltung:
Zu 1.:

Nach Auskunft der Polizei gab es in den letzten 29 Jahren lediglich eine vergleichbare Verkehrsbelastung aufgrund eines schweren Unfalls. Umsetzbare Maßnahmen, die einen reibungslosen Ablauf des innerörtlichen Verkehrs in Luthe zukünftig bei derartigen Ausnahmelagen gewährleisten, sind nach hiesiger Ansicht nicht möglich, da innerörtliche Straßen nicht in der Lage sind die Verkehrsmengen einer Bundesstraße zu bewältigen. Als Ausweichroute steht nur die BAB 2 zur Verfügung. Da derartige Ausnahmesituationen wie oben ausgeführt äußerst selten auftreten, erscheint eine solche Belastung für den Ortsteil Luthe, wenn auch nicht wünschenswert, so doch letztlich hinnehmbar.
Um Staus und Ausweichverkehr zu vermeiden wurde bereits frühzeitig durch permanente Rundfunkdurchsagen auf allen Sendern auf das Problem hingewiesen; die Verkehrsteilnehmer aufgefordert den Bereich über die BAB 2 und die AS Kolenfeld weiträumig zu umfahren.
Aber auch an diesem Tag musste, wie auch bei anderen Situationen, festgestellt werden, dass sich leider sehr viele Verkehrsteilnehmer nicht an den regelmäßig gesendeten Verkehrsdurchsagen orientieren, sondern häufig mehr ihrem Navigationssystem oder guten Ortskenntnissen vertrauen.


Zu 2.:

Die geforderten Notfallpläne sind sicherlich im Bereich großer Schadensereignisse und Katastrophen sinnvoll und auch zwingend erforderlich. Für Katastrophenfälle gibt es bereits einen Notstandsplan. Darunter fallen jedoch i. d. R. keine Verkehrs-behinderungen aufgrund von Unfällen.
Aus dem Blickwinkel des Betrachters – vor allem dann, wenn er u. U. selbst betroffen war - mag hier der Eindruck entstanden sein, dass die örtliche Polizei überfordert gewesen sei.
Bei derartigen Ereignissen ist die vorhandene Personalstärke in den wenigsten Fällen ausreichend.
Aus diesem Grund wurde, wie auch in ähnlich gelagerten Fällen üblich, das Polizeikommissariat Wunstorf von benachbarten Dienststellen unterstützt. Dies konnte jedoch aus verkehrs-physikalischen Gründen, wie bereits bei Frage 1 erklärt, nicht dazu führen, dass die Ortsdurchfahrt Luthe die Verkehrsmengen bewältigte, bzw. die Leichtigkeit des Verkehrs zu gewährleisten war. Zu bedenken ist hier, dass die Sperrung über Stunden erfolgen musste und sehr viele motorisierte Verkehrsteilnehmer nicht die angebotene Umleitungsstrecke angenommen haben.
Daraus resultierte dann zwangsläufig die Überlastung der Ortsdurchfahrt Luthe. Das wäre auch mit dem Ausschalten der LSA und Handregelung aus den vorgenannten Gründen nicht zu verhindern gewesen. Von einer Vollsperrung des Ortsteils Luthe wurde aus  verständlichen Gründen Abstand genommen. Ein Notfallplan kann sich nur auf Beschilderung erstrecken. Verkehrsregelnde Maßnahmen darf nur die Polizei ergreifen. Umfangreiche Umleitungsbeschilderung
und Absperrmaterial sind weder auf dem Baubetriebshof noch bei der
zuständigen Straßenmeisterei in größerem Umfang vorhanden. Auch ein Notfallplan würde die Ausweichroute in erster Linie über die Autobahn vorsehen.


Zu 3.:

Wie schon in der Vergangenheit wird auch weiterhin eine sachlich konstruktive und gute Zusammenarbeit zwischen Stadt Wunstorf und Polizei stattfinden.


 

 

 

 

Autor: Uwe Karsten Bartling